"Punkte, Striche und strahlende Farben: Die fesselnde Geschichte des Pointillismus enthüllen"

17 April - 2024

Pointillismus war eine revolutionäre Maltechnik, die von den französischen Künstlern Georges Seurat und Paul Signac in den 1880er Jahren entwickelt wurde. Sie war eine Reaktion auf den subjektiveren Impressionismus und forderte stattdessen einen wissenschaftlicheren und systematischeren Ansatz beim Malen.

Der Kern des Pointillismus bestand darin, kleine, distincte Punkte reiner, ungemischter Farben auf die Leinwand aufzutragen.

Dies basierte auf den Prinzipien der Farbtheorie, die von dem französischen Chemiker Michel Eugène Chevreul entwickelt wurden, der entdeckte, dass die visuelle Wirkung von Farben eine Frage der Optik und nicht nur der verwendeten Pigmente war. Seurat und Signac wandten diese Farbtheorien auf ihre Malerei an und glaubten, dass das Auge des Betrachters die Punkte zu einem auffälligeren und leuchtenderen Bild vermischen würde. Zunächst wurde der Begriff "Pointillismus" von Kritikern spöttisch verwendet, um diese neue Technik zu beschreiben.

Der Name blieb jedoch haften, und der Pointillismus wurde ein wichtiger Teil der Neo-Impressionistischen Bewegung. Zu den weiteren bemerkenswerten Pointillisten gehörten Henri-Edmond Cross, Maximilien Luce und für eine kurze Zeit Vincent van Gogh und Camille Pissarro. Der Pointillismus hatte einen signifikanten Einfluss auf spätere Kunstbewegungen wie den Fauvismus mit seinen kühnen Farbkombinationen.

Der Fokus der Technik auf optische Effekte und die systematische Anwendung von Farbe deuteten auch auf Entwicklungen in der Kunst des 20. Jahrhunderts wie den Kubismus hin. Obwohl der Pointillismus heute nicht weit verbreitet ist, bleibt er ein ikonischer und innovativer Stil in der Geschichte der Malerei.